Dienstag, 21. Januar 2014

2. Tag Negombo - Kandy



Heute starten wir unser Erlebnis "Sri Lanka mit dem Motorrad"
Nachdem wir unsere Bikes in Negombo abgeholt und ein paar vorsichtige Fahrversuche im Linksverkehr hinter uns hatten, verstauten wir unser Gepäck und machten uns auf den Weg nach Kandy.




Wir kamen eigentlich von Anfang an mit dem ungewohnten Linksverkehr und dem doch recht eigenwilligen Fahrstil der Sri Lankaner gut zu Recht. Allerdings hatten wir Anfangs doch recht massive Probleme mit der Orientierung. Laut Google Maps entfernten wir uns die ersten beiden Stunden nicht wirklich von Negombo.
Da die Sri Lankaner scheinbar seltent aus ihrem Heimatort herauskommen, waren sie uns leider keine sonderlich große Hilfe.
Aber irgendwie haben wir uns dann doch der Hauptstraße nach Kandy genähert und ein netter TucTuc-Fahrer konnte uns den richtigen Weg weisen.
Und dann konnte uns nichts mehr aufhalten.
Dachten wir auf jeden Fall, denn ein loses Batteriekabel stoppte uns jäh in unserem Tatendrang.
Allerdings war Hilfe sofort zur Stelle und in einer sehenswerten Hinterhofwerkstatt hat sich ein netter Mechaniker unseres Problems angenommen.
Weiter ging die Fahrt. Aber unsere Freude dauerte nicht allzu lange und das gleiche Problem trat wieder auf.
Diesmal mussten zwei Polizisten als Freund und Helfer in die Bresche springen.
Nachdem sie einige TucTuc-Fahrer angehalten und nach Werkzeug gefragt hatte, war jedoch auch diese Reparatur schnell erledigt und wir reihten uns wieder in den doch recht zähfließenden Verkehr ein.
Wir sollten den Rest der Fahrt von technischen Problemen verschont bleiben, allerdings machte sich so nach und nach der Smog und die Hitze etwas bemerkbar.
Trotz Sonnenmilch LF50 konnte man zuschauen wie unsere Arme und Beine immer roter wurden.
Außerdem machten uns so langsam aber sicher unsere Hintern zu schaffen.
Die wunderschöne Strecke nach Kandy fing an sich wie Kaugummi zu ziehen.
Außerdem ging so ganz langsam aber sicher die Sonne unter. Als wir dann endlich in unserem Zielort eintrafen war das eingetreten, was wir eigentlich vermeiden wollten.
Es war dunkel.
Aber wir wären ja nicht wir, wenn wir nicht auch mit diesere Situation zurecht gekommen wären.
Nach einer halben Stunde Orientierungslosigkeit hatten wir dann doch ein Guesthouse gefunden, in dem wir die nächsten beiden Nächte verbringen können.
Nach einer ausgiebigen Dusche ging`s dann auf schnellstem Wege ins Zentrum von Kandy um bei ein paar kühlen Lions (einheimisches Bier) den Tag Revue passieren zu lassen.

Fazit:
Für die, laut Google-Maps, 108 km lange Strecke benötigten wir sage und schreibe 6,5 Stunden.
Wir kamen total verschwitzt und eingedreckt hier an. Uns taten die Hintern weh und unsere Arme und Beine waren verbrannt. Aber die Eindrücke des Tages haben uns für alles entschädigt.